Barrierefreies Surfen auf den Websites von Banken
03.11.2008 Neue Zürcher Zeitung, NZZ
«Zum Glück gibt es Online-Banking. Einzahlungsscheine kann ich nämlich schlicht nicht lesen», sagt Thomas Lanter. Auf barrierefreien Websites kann der stark Sehbehinderte auch mit Freunden und Bekannten kommunizieren, SMS verschicken und Briefe schreiben.
Die Schweizerische Stiftung zur behindertengerechten Technologienutzung «Zugang für alle» beurteilt den offenen Zugang zu Websites. Dabei testen motorisch behinderte, blinde und sehbehinderte Mitarbeiter die Angebote mit spezifischen alternativen Ein- und Ausgabegeräten und stimmen sich mit den Internet-Entwicklern ab.
Aus der Finanzbranche verfügen unter anderem die Web-Angebote der Credit Suisse und der Zürcher Kantonalbank über das Label «Zertifizierte barrierefreie Website», welches die Stiftung vergibt. Mehr als 300 Websites haben bisher das Testverfahren durchlaufen. Die Richtlinien entsprechen den geltenden internationalen Standards, welche die meisten subjektiven Anforderungen der betroffenen Menschen berücksichtigen. Zu den Check-Punkten gehören unter anderem: Alle Nicht-Text-Elemente wie Bilder, Töne, Animation sollen zusätzlich mit derselben Funktion in Textform angeboten werden. Abkürzungen und Akronyme sind mindestens einmal auszuschreiben. Kennzeichnen der Überschriften von Datentabellen, Zeilen- und Spalten. Verzicht auf bewegte, scrollende oder sich automatisch ändernde sowie auf blinkende Elemente oder Möglichkeit zum Abstellen. Geräte-unabhängiger Zugriff auf die Funktionen einer Website mit Maus, Tastatur, Spracheingabe, Kopfstab oder Ähnlichem. Die Ziele aller Links sind eindeutig zu identifizieren, die Sprache des Inhalts ist einfach, klar und eindeutig zu halten. (dst.) www.access-for-all.ch
