Schweiz setzt WCAG 2.0 AA als gesetzliche Vorgabe

Die Schweiz aktualisiert ihre Richtlinien für die Gestaltung von barrierefreien Internetangeboten. Der Informatikrat des Bundes hat am 26. Januar 2010 einstimmig die Änderungen des Standards P028 Version 2.0 angenommen.

Bestehende Webseiten des Bundes müssen demnach bis zum 31.12.2010 den Bedingungen der Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0) entsprechen und mindestens die Konformitätsstufe AA erreichen. Neue Websites müssen ab sofort diese Richtlinien einhalten. Die Bundeskanzlei wird ab 2011 jährlich überprüfen, ob die Standards eingehalten werden. Die Ergebnisse dieser Überprüfung sollen im Internet veröffentlicht werden.

Diese gesetzliche Vorgabe hat auch für die weiteren Kreise (Kantone, Gemeinden, Städte, Institutionen wie Schulen, Spitäler usw.) den Charakter einer Vorgabe.


Damit ist die Schweiz nach Österreich das zweite deutschsprachige Land, das der offiziellen und vom W3C autorisierten deutschen Übersetzung der Richtlinien faktisch Gesetzesrang verliehen hat.
Die deutschen Behörden beabsichtigen laut offiziellen Erklärungen dies auch noch zu tun, machen es sich derzeit jedoch schwer mit einer Neufassung der «Barrierefreie Informationstechnik Verordnung» (BITV) Achtung link öffnet sich in einem neuen Fenster.

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